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Sport

Road to 1:35h

6. Januar 2019
Road to 1:35h

Man sagt alte Liebe rostet nicht, doch lange Zeit herrschte zwischen uns beiden Funkstille. Maximal ein kurzes, verlegenes „Hallo“ und ein darauffolgendes „Ciao“ waren die einzigen Worte, die wir miteinander gewechselt haben. Doch das alles ist nun unwichtig. Egal wie lange wir uns schon nicht mehr gesehen haben, egal wie oft ich dich schon vergessen habe und egal was früher war. Wichtig ist, dass wir wieder zusammen sind. Ich und mein Laufschuh.

2019 ist endlich wieder ein Marathonjahr und ich freue mich schon riesig in Wien am 7. April beim Halbmarathon an den Start zu gehen. Zu lange ist meine Motivation für das Laufen schon vergangen und zu lange verstauben meine Treter in der Vergessenheit. Nun ist es wieder soweit. „I am Back!“ – und das, obwohl ich wieder ganz von vorne starten muss.

Die letzten Monate oder besser gesagt, die letzten 2 Jahre, verlor ich den Laufsport immer mehr aus den Augen, bis ich schließlich nur noch alle heiligen Zeiten die Schnüre meiner früheren Lieblingsschuhe schnürte. Mir fehlten schlichtweg die Lust und auch die Motivation laufen zu gehen. Doch der fehlende Auslauf hinterließ bei mir deutliche Spuren. Spuren in Form von Trägheit, Faulheit und Bequemlichkeit. Während ich nämlich vor kurzer Zeit 5 Kilometer in unter 20 Minuten gelaufen bin, brauche ich heute fast schon 20 Minuten, wenn ich die Treppen zu meiner Wohnung in den vierten Stock laufe. Der Sprint zu der an der Kreuzung stehenden Straßenbahn (auch wenn ich diese mit ein paar schnellen Schritten erwischen würde) lasse ich mittlerweile auch schon aus, meine Sportuhr am Handgelenk dient nur mehr als Accessoire und mein Hosenknopf am Bund drückt mir mittlerweile unangenehm fest auf den Bauch. Kurz gesagt, ich bin so sehr außer Form wie noch nie.

Trotz dieser Tatsache oder genau aus diesem Grund, bin ich wieder top motiviert für die Vorbereitung um in 13 Wochen in Wien an den Start zu gehen und dort mein Ziel von 21,0975 Kilometer in unter 1:35 Stunden zu erreichen.

Vorbereitung für den VCM 2019

Ähnlich wie bei der Vorbereitung zum VCM 2017 steht der Januar ganz im Zeichen der Grundkondition. 31 Tage laufen, laufen und noch mehr laufen, um schließlich ab Februar fit für schnelle Trainingsläufe zu sein. Neben dem Laufen werde ich auch weiterhin einen Teil meines Trainings im Fitnesscenter absolvieren um dort verschiedene Kraft- und Stabilitätsübungen durchzuführen. Meine Ernährung wird sich im Zuge der Vorbereitung auch ändern, weniger Junk-Food und Alkohol, dafür mehr „gesunde“ Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Doch das alles in Maßen.

Denn anders als bei der Vorbereitung zum VCM 2017 verzichte ich auf das Strikte, ich verzichte auf den Zwang. Damals wurde mir nämlich genau das zum Verhängnis und brachte meine Vorbereitung schon nach einem Monat ins schwanken und meine Lust zu Laufen zum Fallen. Ganz nach meinem Motto „#bepoised“ achte ich dieses Mal verstärkt auf die Balance zwischen Training und Leben. Ich höre mehr auf meinen Körper, achte darauf was er sagt und was er braucht. Nehme mir zum Beispiel trainingsfreie Tage wenn ich merke, dass mein Körper müde und geschwächt ist. Und gönne mir ab und an eine Pizza, Burger oder auch das ein oder andere Bier.

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