Lifestyle

Ein Hoch auf den Schweinehund

innerer Schweinehund

Unsichtbar, aber doch deutlich spürbar. Er zerrt an euch, stellt euch ein Bein, steht auf euren Schultern und lässt euch keinen Moment zum Verschnaufen. Ein ständiger Begleiter, der euch herausfordert, euch nichts schenkt und immer wieder lachend mit dem Finger auf euch zeigt.

Obwohl ich dich genau kenne, deine Tricks und deine List mehrfach erlebt habe, überrascht du mich immer wieder aufs Neue und stellst mich vor schier unlösbare Aufgaben. Unzählige Male haben wir beide schon gekämpft, wobei du des Öfteren als Sieger hervorgegangen bist. Trotzdem bin ich immer wieder Stolz, wenn ich dich besiegt habe. Sei es auch nur bis zum nächsten zusammentreffen.

Es gibt unzählige „wie besiege ich meinen inneren Schweinehund“-Beiträge, bei denen immer wieder die gleichen Phrasen vorgekaut werden. „Tu nur das, was du gerne machst!“, „Schiebe Unangenehmes nicht hinaus, sondern erledige es gleich!“, „Fokussiere dich auf dein Ziel!“ , pipapo. Ich weiß echt nicht ob solche „Tipps“ jemals jemandem geholfen haben – mir jedenfalls nicht (falls doch, bitte um Kommentar). Aus diesem Grund möchte ich auch nicht einen Beitrag mit Tipps um den inneren Schweinehund zu bekämpfen zu den unzähligen bereits vorhandenen hinzufügen, sondern einfach erzählen, wie es mir mit dem Kampf gegen den Schweinehund geht.

Doch dazu müsst ihr noch etwas über mich wissen. Ich bin ein Minimalist. Geringster Aufwand, maximaler Erfolg – genau mein Ding. Ich mache so viel wie gefordert ist. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Linie ziehe ich auch schon fast mein ganzes Leben durch, obwohl ich deshalb schon das ein oder andere Mal auf die Nase gefallen bin. Es fällt mir einfach schwer einmal über den Berg und noch weiter zu gehen. Sei es auf der Uni, während dem Sport oder in sonstigen Lebensabschnitten.

innerer schweinehund

Lustigerweise habe ich mir, für einen Minimalisten, das perfekte Hobby ausgesucht. Nämlich das Laufen. Nicht wie bei anderen Sportarten, bei denen meist nur ein kurzer Sprint oder richtiger Laufweg zum Sieg reichen kann. Sondern eine Sportart bei der man den inneren Schweinehund viel zu oft überwinden muss.

Doch um endlich auf den Punkt zu kommen. Wie überwinde ich meinen inneren Schweinehund? Was treibt mich an?

Es sind die kleinen Dinge, die mich antreiben. Die mir genügend Motivation geben, um den inneren Schweinehund zu überwinden. Wie zum Beispiel beim ersten Weckerklingeln aufstehen. Die Laufeinheit auch bei schlechtem Wetter absolvieren. Jemanden, trotz Lustlosigkeit, einen Gefallen tun. Morgens, schlecht gelaunt, in der Bim oder U-Bahn angelächelt werden (oder jmd anlächeln – aber ja nicht zu creepy lächeln 😉 ). Mal ohne zu spekulieren zu der Prüfung gehen und eine gute Note abstauben. Ohne schlechtem Gewissen etwas richtig gutes Essen. Jemandem ein Kompliment machen oder noch besser, eines bekommen. Eben kleine Dinge, die aber trotzdem große Auswirkungen haben.

innere Schweinehund

(zum Thema creepy lachen. Bitte nicht so)

Doch wie jeder andere habe auch ich meine schlechten Tage. Tage, bei denen ich keine Lust auf einen 20km Marsch, keine Lust zum Lernen oder auch keine Lust auf Menschen habe. 😉 Diese Tage gehören für mich aber genauso dazu und können auch manchmal richtig sein!

J

You Might Also Like

2 Comments

  • Reply
    Steffi
    26. Februar 2017 at 18:09

    Cooler Beitrag! Mein Schweinehund muss auch dringend in die Hundeschule!
    Viele liebe Grüße Steffi

    • Reply
      J
      26. Februar 2017 at 22:14

      Hey Steffi!
      Freut uns, dass dir unser Beitrag gefällt! 🙂
      Haha, ja das hätte er bei uns auch dringend nötig 😉

    Leave a Reply

    *